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Last Quizzer Sitting – Quizzen bis zum Umfallen bei der Quizweltmeisterschaft in Frankfurt

von Andi STOLZ

Unser Weg begann in Innsbruck fast schon traditionell an der Markthalle. Zwar ist Frankfurt am Main nicht so weit entfernt wie Berlin (an der Spree), aber gerade um die Ecke ist es von Innsbruck aus gesehen auch wieder nicht. Mit Proviant eingedeckt konnte es losgehen in die größte hessische Stadt, eine Stadt die sich nach dem zweiten Weltkrieg immerhin bemühte, Hauptstadt der Bundesrepublik zu werden. Kein Wunder, dass die zweite zentrale Veranstaltung des DQV hier stattfand, es lässt sich ein gewisses Faible für (mehr oder weniger) Hauptstädte erkennen 😉

Aufhänger für diese Veranstaltung war die jährlich stattfindende Weltmeisterschaft der IQA, die Königsdisziplin für Quizbegeisterte, doch der DQV ließ es sich nicht nehmen, ein tolles Rahmenprogramm an weiteren Quizformaten auf die Beine zu stellen. „Fun Quiz“ wurden diese genannt und Spaß hatten wir dabei in Hülle und Fülle, man soll „Fun Quiz“ aber nicht mit „zu leicht“ oder „nicht ernst gemeint“ verwechseln, die Fragensets waren sowohl einfallsreich als auch anspruchsvoll doch dazu später mehr.

Geschlafen haben wir in einem Hotel, das seinem Namen zu 100% gerecht wurde: Schöne Aussicht. Es liegt in Bergen-Enkheim und man hat von der Terrasse aus einen wunderschönen Blick über die Stadt und sieht beinahe minütlich Flugzeuge den größten Flughafen Deutschlands ansteuern. Das schöne Wetter rundete die tolle Aussicht natürlich perfekt ab. Die Terrasse war jedoch nicht nur ein hervorragender Ort für das Frühstück, hier begann auch unser Quizwochenende etwas vor dem offiziellen Programm, nämlich schon am Freitagabend.

Guido Marquardt, ein Weinkenner, sehr starker Quizspieler und oftmaliger Autor von Quizfragen, veranstaltete ein kleines Weinquiz samt Verkostung edler Tropfen und dazu gestellten Quizfragen. Das Quiz war nicht nur sehr köstlich (aus naheliegenden Gründen) sondern auch sehr lehrreich, denn mich überkam der Verdacht, dass mein Wissen über Wein kurz hinter der Tatsache ein Ende fand, dass ich ihn gerne trinke.

Teil 1 des Quiz waren übrigens 30 Fragen, je 3 Fragen aus jeder Kategorie des Deutschland Cups. Das ist einerseits eine Herausforderung, allerdings ist es wirklich sehr interessant zu sehen, dass man auch in der Sportkategorie mindestens 3 hervorragende Fragen zum Thema Wein stellen kann. Der Rest des Quiz waren überwiegend Verkostungen und meine Freundin muss offenbar einen hervorragenden Geschmack haben, denn sie hat das Weinquiz und damit eine Flasche Rioja gewonnen. Wir werden sicher einen passenden Anlass finden, diesen schönen Preis zu verkosten.

Ich will mich hier nochmals sehr herzlich bei Guido für das Quiz bedanken und auch dafür, dass sein Wein keine Nachwirkungen für den nächsten Tag hatte, denn der Samstag ging gleich mit der Weltmeisterschaft los, dem wichtigsten Quizbewerb des Jahres.

Die Weltmeisterschaft und ich, das ist eine Mischung aus ambivalenter Beziehung und verkehrter Welt. Die Fragen bei den Weltmeisterschaften (ist immerhin schon die vierte, die ich gespielt habe) gefallen mir (fast) alle sehr gut, eine interessante Mischung, hoher, teilweise sehr hoher Schwierigkeitsgrad, ggf. ein wenig zu viele Filmanspielungen in allen Kategorien und eine zu große Schwankungsbreite beim Level der Fragen zwischen den Kategorien, aber seis drum, bei 240 Fragen reduziert sich der Faktor Glück doch merkbar. Meine Ergebnisse bei den Weltmeisterschaften, nun seien wir gnädig und sagen wir „bescheiden“. Weit unterhalb von bescheiden (und das nicht zum ersten Mal bei einer WM) sind meine Ergebnisse in den Kategorien Wissenschaft und Sport. Zwei meiner stärksten Kategorien und meine Performance die eines Autos mit Motorschaden, Reifenplatzer und Riss des Keilriemens. 8 Punkte in Wissenschaft, das ist nur ein Punkt mehr als in meiner Streichkategorie und das in meiner zweitstärksten (IQA) Kategorie. Ein tiefer Fall und mein Gesamtergebnis ist auch sehr bescheiden, u.a. deshalb, weil ich in meiner besten Kategorie (History) nur 15 Punkte hatte.

Während bei mir die Streichkategorie nur eine Hand voll Ranglistenpunkte kostet und ich mich ärgern kann, dass es mir überhaupt nicht entgegenkommt wenn meine schwachen Kategorien etwas leichtere Fragen haben und meine starken Kategorien mit schweren Fragen daherkommen, so kann sich der Vizeweltmeister wirklich ärgern, denn dass es bei der WM eine Streichkategorie gibt, hat ihm den Titel gekostet.

Immerhin kann ich mich sehr mit meinem Teamkollegen Johannes Eibl mitfreuen, der nicht nur eine phantastische Punktezahl erreicht hat, sondern auch unter den Top100 der Welt gelandet ist und in einer reinen Frankfurtwertung mit Platz 4 dem Podest gefährlich nahe gekommen ist. Um den besten Quizspieler bei der WM in Frankfurt, Holger Waldenberger zu zitieren: „Ich habe es immer schon gesagt, die Österreicher werden gefährlich“.

Es folgte der Fun Quiz Teil des Wochenendes und hier hat sich der Deutsche Quizverein nicht lumpen lassen. Nicht nur dass es viele verschiedene Formate gab, es wurden die Formate gleich mehrmals gespielt, damit der Spaß an einem Format nicht zu schnell vorbei war. Es begann mit 3 Partien KO Quiz, jeweils 6 Runden. Die Siegespreise waren in gewisser Weise das Gegenstück zu unserem Mitbringsel (eine Kiste bayrisches Bier): Man gewann eine graue Gehirnzelle aus Stoff. Wenig überraschend genau die Leute, die doch eigentlich eh schon genügend Gehirnzellen haben sollten, aber wer wenn nicht die besten Quizspielerinnen und Quizspieler vor Ort haben sich diese Preise verdient.

Wer glaubt, ich hätte beim KO Quiz durch meine inzwischen jahrelange Erfahrung aus Memmingen einen Vorteil, irrt gewaltig. Ich habe eher meine Unserie im KO Quiz in Memmingen nahtlos fortgesetzt. Einzig im Paar KO Quiz sieht meine Bilanz etwas besser aus, zu verdanken habe ich das allerdings meiner Doppelpartnerin Daria- Maret Geller. Vielleicht ist sie so mancher Leserin und so manchem Leser aus dem Fernsehen bekannt, denn sie hat schon an mehreren Quizshows teilgenommen. Besonders in Erinnerung ist mir ihr Auftritt bei Gefragt – Gejagt im Jahr 2016 in Erinnerung geblieben, als sie mit ihrem Team 20 Punkte im Finale erreichte und Sebastian Klussmann wirklich in der allerletzten Sekunde die Kandidaten noch einholen konnte und dem NDR 12.000€ an Preisgeld ersparen konnte. Wer es nachsehen will, Folge 73 der 2. Staffel von Gefragt – Gejagt.

Daria hat mit uns drei spätabends nach der Mitgliederversammlung noch das Audioquiz gespielt. Eine Mischung aus viel Musik, etwas Film, Zeitgeschichte und Biologie brachte uns (dank Daria) immerhin 23,5 von 50 Punkten ein bei einem sehr anspruchsvollen Quizset. Ich kann Daria als Doppelpartnerin nur wärmstens empfehlen, vor allem ihr Musikwissen ist überragend und sie ist eine sehr schnelle Quizzerin die auch bei einem Buzzerquiz hervorragend abschneiden wird.

Mitternacht war es und das Bett hat gerufen, ein wenig Schlaf konnte nach dem ereignisreichen Tag sicher nicht schaden. Der letzte Tag der Meisterschaften brach an und ich kam (einen Tag zu spät) so langsam in Form.

Um sich ein Bild machen zu können über den Tag musste ich tatsächlich nachschauen mit welchem Quiz begonnen wurde und es war: Ein Bilderquiz. Das Bilderquiz war ein gut ausgewogenes Allgemeinwissenquiz bei dem es zu jeder Frage in Bild gab. Das ist durchaus knifflig für die Fragenautoren, denn das Bild soll natürlich ein Hinweis sein, andererseits aber nicht die Antwort für alle sofort verraten. Mir persönlich fällt das beim Zusammenstellen von Fragen oft nicht leicht das passende Bild auszusuchen, insofern habe ich hier einiges gelernt. Abgeschnitten habe ich eher bescheiden, aber ich war dann richtig warm gequizzt für den Rest des Tages.

So wie ich inzwischen eine gewisse Auswahl an Orten habe an denen ich Quiz spielen kann, so gab es auch beim folgenden Quizformat eine Auswahl: Sowohl Manuel Hobiger als auch Holger Waldenberger stellten ein Multiple Choice Quiz zusammen. Wie auch schon die Vergangenheit gezeigt hat, kommen mir beide Mitglieder der Nationalmannschaft als Quizautoren tendenziell entgegen. Das war auch diesmal so, wobei ich die Qualität der Antwortmöglichkeiten besonders hervorheben will. Man unterschätzt wie schwer es ist, so einer richtigen Antwort auch noch 3 falsche zu finden, die sowohl plausibel als auch witzig sind. Ich weiß nicht ob die beiden Sets noch käuflich zu erwerben sein werden, aber es wäre ewig schade, wenn nicht. Eine bessere Werbung für den Quizsport für Neulinge gibt es kaum.

Es folgte ein nicht nur köstliches, sondern auch lehrreiches und punkterelevantes Mittagessen, denn Holger Waldenberger und Vroni Kiefer haben bei der Diskussion was denn beim kommenden Jahresquiz 2018 gefragt werden könnte, einen Namen verraten, der mir dann tatsächlich einen Punkt gebracht hat. Vielen Dank nochmals dafür. Doch nicht nur wegen dieses einen Punktes hatte ich endlich ein Spitzenergebnis (Top 5) an diesem Wochenende, das Format kommt mir nun wirklich entgegen, auch wenn mein Nachrichtenkonsum (besonders Radio) nicht mehr so hoch ist wie früher. Die Fragen von Thorsten Zirkel und Sebastian Klussmann (ein Politologe wie ich, das mag auch geholfen haben) waren genau meine Liga. Man hätte das Format in Anlehnung an ein sehr erfolgreiches österreichisches Einzelquiz auch „In 52 Fragen durch das Jahr“ nennen können. War im Rückblick betrachtet gar kein uninteressantes Jahr, das Jahr 2018.

Last but not least gab es ein Format namens „Last Quizzer Sitting“. Es spielen alle gegen alle und sobald man eine dritte falsche Antwort gegeben hat, fliegt man raus. Nicht, dass ich übermäßig gut abgeschnitten hätte, aber das Quiz eignet sich wunderbar außer Konkurrenz weiter zu spielen und sich dann ein wenig über die Reihenfolge der Fragen zu ärgern, weil, wie sollte es auch anders sein, man die Fragen direkt nach dem eigenen Ausscheiden natürlich gewusst hätte. 😉

Insgesamt 3 Partien haben wir alle gespielt, es gab sogar eine reine Östreich Runde, allerdings nicht eine über das Land Österreich, sondern ein komplettes Quizset von Andy Östreich mit nur einer einzigen Frage mit Österreich Bezug und zwar nach einem Schauspieler der zwar in Wien geboren wurde aber erst seit 2010 die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt.

Um nicht zu spät in Innsbruck aufzuschlagen haben wir uns doch gleich im Anschluss verabschiedet, es war wie üblich viel zu früh zu Ende. Auch auf die Gefahr hin, dass am Ende meines Berichts noch etwas völlig Überraschendes kommt, ein abendliches Pubquiz ging sich diesmal nicht aus (entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten^^).

Es hat auf jeden Fall extrem viel Spaß gemacht, so viele verschiedene Formate gegen die Besten der Besten zu spielen und ich will mich in diesem Zusammenhang auch beim Quizstandort Memmingen bedanken der mir jedes Monat so viel Freude bereitet, denn gerade wenn es um Kreativität und Innovation bei Quizformaten geht, ist Memmingen absolute Spitzenklasse. Auch wenn meine Ergebnisse im Last Quizzer Sitting Bewerb nicht übermäßig toll waren, es hat geholfen, dass ich das Format (Memmingen sei Dank) schon einmal gespielt habe.

Ich (und ich bin mir sicher nicht nur ich) werde die viele Quizspielerei in Frankfurt an diesem Wochenende sehr positiv in Erinnerung behalten, deshalb möchte ich mich ganz herzlich bei allen Organisatoren bedanken, bei allen Autorinnen und Autoren von Quizfragen und bei Stefan Georg für die Moderation der Mitgliederversammlung. Ich will hier am Ende noch eine kleine Anregung für das kommende Jahr einbringen: Ein Teambuzzerquiz und sei es nur aus dem Grund, dass wir alle wieder in den Genuss kommen, Stefen Georg und Jürgen Kohlschmidt beim Vortragen von interessanten Fragen zu lauschen (und möglichst richtig zu beantworten). Es war mir eine große Freude, in Frankfurt dabei gewesen zu sein.

So nah und doch so fern – unser erster Quizausflug nach Rosenheim

von Andi STOLZ

Rosenheim ist für jemanden wie mich, der in Kufstein aufgewachsen ist, so etwas wie die Zwillingsstadt hinter der Grenze. Kreisstadt, annehmbare Größe, halb Österreich kennt es und vor allem: Es ist nicht weit weg. Umso verwunderlicher, dass ich bis letzten Mittwoch noch nie dort gespielt haben, da ich doch gefühlt sonst überall hinfahre um ein Quiz zu spielen.

Der Feiertag am darauf folgenden Tag hätte uns bald einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn die Autobahn verwandelte sich beiderseits des Fahrbahnbegleitenden Mehrbereichsgrüns in einen größeren Parkplatz. Apropos Parkplatz, so einer ist zum Glück in Rosenheim relativ leicht zu finden, wir kamen also rechtzeitig zum Quiz an.

Das Lokal ASTA ist ein relativ großer Raum, welcher recht wenig beleuchtet ist, aber zum Quizspielen reicht es ganz leicht. Die Tische sind relativ groß, ein Umstand der auch notwendig ist, denn die Teamgröße ist nicht begrenzt. Das sollte sich für uns insofern als kleiner Nachteil entpuppen, da war nur zu dritt waren (Claudia, Hannes und ich).

Das Quiz selbst geht über 6 Runden à 8 oder 9 Fragen, wobei die Punkte pro Frage von der Schwierigkeit abhängen. Die Runden bestehen aus Fragen zum Allgemeinwissen, bis auf eine reine Musikrunde bei der man sowohl Song als auch Interpret/in erkennen muss. Die Genres gehen dabei wirklich in alle erdenklichen Richtungen und sind gut ausgesucht. Das trifft übrigens auf das komplette Quiz zu, die Fragenqualität ist sehr hoch und die Fragen durchaus recht anspruchsvoll.

Bei jeder Runde ist auch eine Schätzfrage dabei, diese kommt nicht nur bei Punktegleichstand zum Einsatz, sondern ist darüber hinaus ein wahrer Hochgenuss für Liebhaber von Erdbeerlimes. Sowohl besser, als auch schlechter platzierte Teams haben jede Runde die Chance auf eine Runde Erdbeerlimes für den ganzen Tisch.
Am Ende wurden wir, dank einer Schätzfrage, Zweite, was uns immerhin 19€ eingebracht hat. Die Zwischenrunde in der man schätzen musste wie schwer ein Maßkrug ist, der zu gut einem Drittel mit 50 Cent Stücken gefüllt war, haben wir leider nicht gewonnen, aber es soll, wenn es nach mir geht nicht die letzte Reise nach Rosenheim gewesen sein, auch wenn wir wirklich erst sehr spät nach Hause gekommen sind. Nicht nur der Weg war (von Innsbruck aus gesehen relativ) weit, das Quiz hat den Nachteil, dass die Pausen zwischen den Runden extrem lang sind. Das Quiz hat um 20:00 begonnen und um halb 12 hatten wir immer noch keine Ergebnisse. Empfehlen will ich das Quiz trotzdem, denn ein sehr netter Quizmaster denkt sich Fragen von sehr hoher Qualität aus und das Lokal ist wirklich einladend.

The best Stew – Ein gemütlicher Quizausflug nach Salzburg

von Andi STOLZ

Auch wenn ich in dieser Rubrik oft über Quizausflüge berichte, so freut es mich besonders, wenn ich an einem neuen Standort spielen kann. Dies geschah vor einiger Zeit in Salzburg, wo ich, begleitet vom halben Vorstand des ÖQV die Gelegenheit hatte, bei einem sehr netten Quiz im Crêpe d'Or zu spielen.

Über Antrittsgeld beim Pubquiz scheiden sich ja immer wieder die Geister, wobei sich von ein bis zwei Euro noch kein begeisterter Pubquizspieler vom Quiz abhalten lassen hat. Umso eleganter und auch interessanter ist dies bei besagtem Quiz in Salzburg gelöst. Dort muss man zwar 10 € bezahlen (pro Person), aber man bekommt nicht nur die Möglichkeit bei einem tollen Quiz mitzuspielen, sondern auch einen hervorragenden original schottischen Stew und ein Freigetränk. Dieser Stew ist jeden Cent wert.

Das Quiz selbst ist in mehrere Runden unterteilt. Die Fragen sind eher auf der leichten Seite, zumindest kommt es mir als Innsbrucker „Dauerspieler“ so vor. Wer schwere Fragen will, dem kann ich neben sehr vielen anderen Formaten vor allem die morgen stattfindende WM ans Herz legen, oder man kann sich auch bei Hannes Kölbersberger, Johannes Eibl oder meiner Wenigkeit melden, wir haben wenn es um schwere Fragen geht noch ein besonderes Schmankerl.

Das Quiz macht es Neulingen sehr leicht, gleich einzusteigen. Umso mehr verwundert es mich, dass nur 3 Teams überhaupt teilgenommen haben. Das Quiz ist wirklich gut, wer es nicht weit nach Salzburg hat und gerne Pubquiz spielt soll unbedingt dorthin, sobald die Sommerpause vorbei ist.

Obwohl wir es aufs Stockerl geschafft haben und sogar ins Stechen um Platz 1 durften, fanden wir uns schlussendlich im Mittelfeld wieder. Das Stechen war übrigens eine (wenn auch nicht Hightech) Buzzerrunde.  Zitate von Berühmtheiten, spricht nicht für mich, dass wir in meiner Paradedisziplin, dem Buzzerspielen, das Stechen nicht gewinnen konnten. 😉

Bereut haben wir den Ausflug trotz leichter Verkehrsüberlastung beim Hinfahren nicht, wenn sich die Gelegenheit ergibt, fahren wir wieder hin in die "beautiful city". Denn als Schlusspunkt gibt es eine (etwas verkürzte) Frage aus dem Stechen: Wer meinte einst: "Belgium is a really beautiful city"?

Oh Mai, oh May

von Andi Stolz

Keine Angst, die britische Premierministerin kommt nicht vor in diesem Rückblick, auch wenn ihre Bilanz meine diesmonatige in Memmingen noch einmal deutlich unterbietet.


Es mag Jammern auf (mittel)hohem Niveau sein, aber eine Erfolgsgeschichte aus Ergebnissicht war es für mich wahrlich nicht. Das ist aber nicht so tragisch, schließlich hat Claudia dafür sehr gut abgeschnitten.


Begonnen haben wir nicht nur mit dem Spezialcup Musik, sondern auch mit einem altbekannten Unentschieden. Wer konnte auch damit rechnen, dass Claudia und ich einmal gleich gut abschneiden bei einem Quiz. Schon eher überraschend war, dass wir uns sehr gut ergänzt hätten, wenn wir zusammengespielt hätten. Das kommt in der Tat sehr selten vor. 15 Punkte bei einem eher schwierigen Cup, ich bin damit sehr zufrieden.

Der Städtecup war wieder auf der kniffligen Seite. Wir haben uns aber sehr gut geschlagen wie ich finde. Inzwischen ist der Standort Memmingen so groß, dass nicht einmal mehr jeder zum Vorlesen kommt, weil mehr Teilnehmer als Fragen.

Ein wiederholtes Erstrunden-Aus im KO Quiz ist sicher nicht die beste Vorbereitung für den Deutschlandcup. Im Gegensatz zu einem Sieg im KO Quiz, den Claudia für sich verbuchen konnte und das gegen sehr starke und sehr zahlreiche Konkurrenz. Es war übrigens ihr Premierensieg, langsam läuft sie mir auch in diesem Medaillenspiegel den Rang ab und nicht nur wenn es um olympische Medaillen geht 😉

Ihr hat es für den Deutschlandcup Auftrieb gegeben, denn sie hat die Chance (Ergebnisse sind ja noch nicht da) auf ihr bestes Ergebnis im Deutschlandcup während es bei mir (hoffentlich?) ein Streichergebnis wird. Zwar sind knapp 50 Punkte nicht so schlecht, mein Höhenflug der letzten Monate ist aber vorbei und es wäre wirklich deutlich mehr möglich gewesen, gerade in meiner Haus- und Hofkategorie Geschichte. Sollte es kein Streichresultat bei mir werden, dann könnte es passieren, dass ich in der Endabrechnung 2019 schlechter dastehen werde als 2018. Das erscheint mir kein lohnenswertes Ziel zu sein.

Wir haben diesmal auch ein neues Format gespielt: Last Quizzer Sitting.

Dabei geht es darum, dass laufend Fragen gestellt werden und sobald man 3 falsche Antworten gegeben hat, fliegt man raus. Es erinnert ein wenig an ein Buzzerquiz, weil man natürlich ein wenig Glück haben muss in welcher Reihenfolge die Fragen kommen und der Zufall hier nicht so eine ausgleichende Rolle wie beim Buzzerquiz spielen kann, weil der Schwierigkeitsgrad ansteigen soll. Der große Vorteil an dem Format: Es kann ohne viel Aufwand jede und jeder mitspielen und es ist sehr kurzweilig. Je nach Fragen und Quizspielenden kann es auch schnell vorbei sein. Ich freue mich jedoch sehr auf dieses Format in Frankfurt, denn selbst wenn ich (was ich nicht hoffe) sehr früh ausscheiden sollte, so ist das Zusehen bei diesem Format spätestens dann, wenn die Besten der Besten spielen sicher auch sehr spannend. Gefällt mir sehr, dass wir das in Memmingen öfter spielen wollen.

Bleibt noch das Buzzerquiz… und sogar in meinem Lieblingsformat sah ich diesmal wenig Land. Unter der Last von Medaillen und Pokale werde ich wohl noch länger nicht zusammenbrechen. Das hat aber dem Spaß keinen Abbruch getan. Umso größer ist meine Freude, dass wir auch im Juni die Gelegenheit bekommen, in Memmingen zu Quizzen.